Woche 34 – Tierkreis

Von der Welten-Sehnsucht zur Ich-Schau

Wenn wir dieser Tage auf die Weltenereignisse schauen, könnten wir den Eindruck gewinnen, dass sich alles in ein größeres Chaos aufzulösen scheint; dass geltende zwischenmenschliche Verträge keinerlei Gültigkeit mehr haben - und mitten drinnen Du und ich.

Aber das ist aus geistiger Sicht nur eine Illusion. Einmal mehr also, sich zu verinnerlichen, dass in dieser Woche vor den Weihnachtstagen eine größere Veränderung stattfindet, wenn wir über den Jahreskreis hinaus gehend auch den kosmischen Lebenskreislauf betrachten.

Der Lebenskreis ist immer auch in Übereinstimmung mit dem Weltengang zwischen Tod und Geburt. Das heißt, wir verlassen da den Astralplan mit unseren Planeten-Sphären und stehen, innerhalb des Tierkreises, vor den Pforten der hohen Geistigen Welt.

 

Hier nun, wir können im Grunde gar nicht anders, beginnen wir unsere Seelenposition zu verändern und, statt nun in den Kosmos über uns hinein zu blicken, werden wir versucht, genau in die entgegen gesetzte Richtung den geistigen Blick zu richten. Und da ist unser Ich, wie es sich auf der Erde in seiner geistigen Essenz aufgebaut hat. 

Was bedeutet das? Alle Ängste und Fragen, die wir über die irdische Existenz hinausgehend für uns gewandelt und für die Welten beantwortet haben, bilden sich nicht nur in uns, sondern auch im Kosmischen ab. Das ist dort wie eine himmlische Bibliothek, mit der wir uns gewissermaßen geistig kurzschließen und updaten können.

 

Wir betrachten also unser Ich und sehen gleichzeitig auch den Einflussbereich, in dem dieses Ich steht. Je weiter wir zurück gehen, umso mehr erkennen wir auch die Zusammenhänge derjenigen Kräfte, die von außen auf unser Ich eingewirkt haben. Alle Seelenlast, die unser Karmapäckchen bildet, ist abgelegt und wir bereiten uns vor, auf die ur-göttliche Essenz in uns zu blicken, die sich von jenseits des Kristallhimmels aus den allerheiligsten Hallen herab, in uns abbildet. Dieser Anblick ist unvorstellbar mächtig und kann nach derzeitigen irdischen Maßstäben nicht vermittelt werden. Es ist zugleich wie ein letztes Abschiednehmen von unserer Seele mit allen Freuden und Leid, bevor wir eintreten in die Paläste der höchsten geistigen Hierarchien, um dort für die nächste Erden-Inkarnation und für weitere Aufgaben vorbereitet zu werden.

 

Als Lebende auf der Erde mit ihren Jahreszeiten blicken wir diese Woche mit voller Zuversicht auf dieses unser göttliches Ich. Diese geistige Fähigkeit haben wir, denn wir sind geistige Wesenheiten. Dann erkennen wir auch hier das kosmische Licht und die Schatten und Flecken, die es stellenweise verdecken. Draußen gehen wir dem dunkelsten Zeitenpunkt im Jahr entgegen und in der frierenden Erde erwachen die Lebensgeister der Elementarwesen, die unseren Prozess der Innenschau bis in die Rauhnächte hinein begleiten - versuchen sich vielleicht, hie und da, hörbar zu machen in unserem Seelenraum.

 

Hab keine Angst denn du bist die Liebe. Du bist die Wahrheit auch wenn es im Widerspruch der dunklen Nebel steht, die sagen, was du zu tun hast, damit du keine Angst mehr haben musst. Der Entschluss dazu erwächst aber aus sich heraus in dir selbst wenn du bereit bist, dich zu verbinden. Nicht mit dem Fantastischen, dem Guten und dem blendend Lichten der Erdenfreuden sondern mit deinem geistigen Kind Angst. Liebe und Angst ist dieselbe göttliche Essenz, nur unterschiedlich gekleidet. In der Angst zeigt sie dir die Trennung von dir selbst. In der Liebe zeigt sie dir die Verbindung mit Allem, was in seiner Unendlichkeit zu dir gehört - zu deinem Schicksal, zu deinem Leben, zu deinem Schöpfer-Dasein, zu deiner niemals enden wollenden Freiheit.