Woche 36 – Die sechste Region

Die Keimhülle des Lebendigen

Wenn wir zurückblicken auf die Erde und in die unteren Regionen der Geistigen Welt, eingeschlossen der Tierkreis, sehen wir die Kräfte angeordnet und sich in dieser Ordnung weiterentwickeln. Wenn wir auf der Erde unter einem bestimmten Sternzeichen stehend, unsere seelischen Eigenschaften und geistigen Antriebe beobachten, dann ist der Ursprung dafür in den Regionen der Hohen Geistigen Welt, den oberen Devachanen, zu finden.

 

In dieser Region sind die wahren Schöpfer-Wesenheiten tätig, die so genannten Urbilder für die niederen Regionen der Geistigen Welt und der Erde. Hier sind auch die Anlagen unserer geistigen Leiber, in die wir uns während der ErdenIinkarnationen hinein entwickeln werden.

Hier erklingt der geistige Ton des Welten-Wortes  – des Logos, aus dem heraus alles entsteht: der Mensch, die Erde, die Planeten und Sonnensysteme. Er breitet sich nach unten aus und zeigt sich in den sich offenbarenden Lebenskräften der übersinnlichen und schließlich der physisch verhärteten Welt. Als sinnliche Erfahrung erleben wir das niederschwellig in der Begegnung von Licht, den Farben und dem Klang, im Spüren der Elemente. Sich ganz offenbaren in seiner Essenz kann es sich uns Menschen nur auf geistiger Ebene - dann, wenn  wir das, was aus den Sphären des Formlosen in uns emporsteigt, zu verwandeln vermögen.

 

Wenn wir die gegenwärtigen Welten-Ereignisse betrachten und was sie mit uns machen - welche Gefühle, Sehnsüchte und auch Ängste sie in uns hervorrufen, da sind wir gleichzeitig auch bei den Urbildern der hohen Regionen der Geisteswelt. In Verbindung mit den geistigen Urkräften aller Schöpfung können wir jedes seelische Ungemach, jede dem liebenden Geist entgegenwirkenden Kraft in pure individuelle Lebenskraft verwandeln. Der schwebende Zustand, nachdem wir bewusst durch die irdisch manifestierten Ängste hindurchgehen, ist wie der geistige Vorraum zu unserer wahren inneren Schatzkammer. Man könnte diesen inneren Raum auch als das wahre Zentrum des Lebens in uns bezeichnen, das in seiner geistigen Hülle uns bei jedem Erdengang vorausgeht und sich im Laufe unseres Lebens jedes Mal aufs Neue zu manifestieren beginnt. Es ist der Heilige Gral, von dem so oft in den Mysterien gesprochen wird, die Essenz, die aus allem Dünkel unserer Erde, unseres Selbst, das Gold herausdestilliert.

 

In dieser zweiten Advent-Woche sind wir diesem Licht in uns auf der Spur. Und die rege gewordenen Wesenheiten der Lebens- und Seelenwelt  begleiten uns auf diesem Gang zu unserer wahren Bestimmung: Das Licht in uns, das sich mit allen Lichtern verbindet. Getragen wird dies durch die hohen Schöpferwesen und die geistige Macht ihres Lenkers, des Sohnes neben dem Vater, der die Kraft des wahren Schöpfer-Ich der Erde und dem Menschen eingehaucht hat. Die Erlösung kommt somit nicht von ihm, dem Christus Jesus selbst, sondern sie ist in uns verankert. Sie lebt dort wie ein schlafender Keim, der darauf wartet, in einem der schicksalhaften Leben auf Erden, geweckt zu werden. Dann, wenn wir aus dem irdischen Ich ein Welten-Ich erschaffen. Wo Du Dich in mir und ich mich in Dir gleichermaßen erleben kann. Wo jegliche Trennung nicht als Instrument oder als Schutz sondern als Hort der Überwindung und im Sinne der Welten- und Menschheits-Entwicklung gesehen werden kann.

 

Den Kräften dafür können wir auf dem Gang durch die Sternenwelt in der siebten Region des Geisteslandes bewusst begegnen. Früher oder vielleicht auch später, wird das lebendige Wirklichkeit werden. Doch schon jetzt, in unserem gegenwärtigen Leben, und unter dem Zeichen des Steinbocks, der uns durch die Rauhnächte, die Heiligen Nächte begleitet, können wir diesen geistigen Klang in uns wahrnehmen. Der Klang unseres zukünftiges Daseins in den Welten – als vollendete Geister der Freiheit.