Woche 37 – Die siebte Region

Aufstieg in die Sphäre des Geistesmenschen

Der Geistesmensch ist derjenige, der auch die Lebenskraft in eine geistige Kraft zu verwandeln mag. Um in unserer sinnlichen Welt eine Vorstellung davon zu bekommen, kann man das Bild von einem Magier nehmen, der mit Hilfe eines Zauberspruches z.B. Blumen wachsen lassen kann. Das ist natürlich eine Metapher auf unsere gegenwärtige materialistische Welt zugeschnitten. Eines fernen Tages, wenn sich alle Menschen in diesem Geistesmenschen erleben, zieht sich unser Sonnensystem bereits zusammen und ist für körperliche Sinne, wie wir sie heute kennen, nicht mehr erfahrbar. Nach indischer Vorstellung ist unser gegenwärtig auf Materie aufgebautes Sonnensystem mit all seinen Planeten, darunter auch die Erde mit ihrem Menschen, wie eine ausgeatmete Offenbarung. Es wird auch Manvantara – Weltentag genannt. Dabei müssen wir uns diesen Kosmos als eine lebendige Wesenheit vorstellen, die, wie wir alle, ein- und ausatmet. Zieht sich der Kosmos mit seinen Planeten und den Wesenheiten darauf zurück, atmet er ein, bevor er in einer neuen geistigen Wirklichkeit erscheint, beispielsweise als Astralwesen oder Ätherwesen, wird vom Pralaya, der Weltennacht, gesprochen. Er ist dann in jeglicher Hinsicht unsichtbar.

 

Dieser Vorgang im Makrokosmischen spiegelt sich jedes Jahr aufs Neue auch Mikrokosmischen, in den Kreisläufen allen Lebens von Geburt und Sterben auf der Erde wider. So steuern wir jedes Mal sehr zielstrebig dieser Weltennacht, auch im Jahreskreis entgegen. Der dunkelste Punkt innerhalb dieses währenden Kreislaufes, die Weltenmitternacht, ist die Wintersonnenwende - auf geistiger Ebene als Menschen erleben wir sie in der Neujahrs-Nacht. Als Region in der Geistigen Welt erscheint sie für uns Seelen als solches geistig sehr dunkel, wenn wir die Kraft des Sohnes, die von der höchsten Schöpfer.Ebene hineinwirkt, nicht ergreifen können.

Dank der luziferischen Kraft können wir in die geistige Welt hineinblicken und sie auch erforschen - deswegen wird diese Wesenheit auch Lichtbringer genannt. Entgegen aber dem Licht der Geistessonne, bewirkt durch den Christus-Jesus, ist dieses Licht sehr kalt und kann die Region der Weltenmitternacht nicht erleuchten.

 

Nur mit Hilfe unseres Herzens, dem geistigen wie auch physisch-ätherischen Wärmezentrum in uns, vermögen wir das kühle Licht geistiger Erkenntnis in empathisches warmes Licht universeller Herzensliebe zu verwandeln. Das bedeutet jeglichen Ausschluss von Egoismus aus unserem Ich-Erleben von Gefühl, Gedanken und den Willenshandlungen.

Die Essenz dieses wahren Ich-Erlebens, speisen wir innerhalb unserer Astralreise während des Nachtschlafes, dank hoher geistiger Wesenheiten, in die geistige Welt mit ein. Das ist es, was sich auch auf der Erde in uns, von Seelischen ins Geistige zu verwandeln beginnt - sich zunächst ganz in uns zurück zieht und das wir auf dem Gang zwischen unseren Inkarnationen schließlich wie Samen in diese Region des Geistesmenschen einsäen können. Das ist die Verbindung zum Höchsten, das wir in seinem Licht zunächst für uns ergreifen, es verwandeln in unser eigenes Licht und in seiner Essenz wieder zurückgeben in unsere geistige Heimat, um auf der Rückkehr zur Erde damit verbunden zu bleiben.

 

Das klingt sehr heilig und ist es auch. Aber im Bezug auf die gegenwärtigen Ereignisse, mit denen wir es zu tun haben, auch eine große Herausforderung. Denn es bedeutet, allem zu widerstehen, was uns in unserer wahren geistigen Aufrichtung behindern möchte, ohne es aber gleichzeitig physisch zu bekämpfen. Dafür haben wir eine wichtige Waffe, die wir in Bildern oft auch in Händen von Erzengeln oder gar den Cherubim sehen- dieses zweischneidige Schwert ist auch des Menschen Waffe. Sie bedeutet Wahrheit. Und diese Wahrheit ganz für sich alleine auch ergriffen, bedeutet, der Geistessonne in sich zu begegnen.