Die Geistigen Kräfte der 1. Heiligen Nacht

24./25.12. Fische – Mensch

Der Beginn des Ganges durch die Heiligen Nächte ist in der Weihe-Nacht. In dieser Nacht feiern wir die Geburt des Jesus-Kindes. Sie greift aber auch die Geburt des Christus vor, die in den orthodoxen Kirchen und im spirituellen Christentum am sechsten Januar gefeiert wird. In den Menschen Jesus, der, den Mysterien nach, das erste Mal und somit ohne Karma auf die Erde kam, wurden die Wesensglieder dergestalt vorbereitet, dass die hohe Gottheit des Christus zur Taufe am Jordan in diesen Leib Jesu inkarnieren konnte. Diese Inkarnation des Christus auf der Erde und der Umstand, dass er als Mensch gestorben und somit durch die Welt des irdisch-kosmischen Todes gegangen ist, steht für das geistige Erwachen des Menschen als geistige Wesenheit. In diesem Erwachen entstanden große Weisheiten wie die indischen Veden, die den Weltenplan beschreiben - woher wir kommen und wohin wir gehen – oder Schriften wie das Neue Testament und in der neuen Zeit dieser Epoche auch die Wissenschaft vom Geist, die Anthroposophie - die Weisheit aus der Menschheits- und Erdenentwicklung. Die Schüler der einst alten Einweihungsschulen mussten innerhalb eines dreitägigen todesähnlichen Schlafes die Schwelle zwischen der Erde und der übersinnlichen Welt durchschreiten um so im Ich-Bewusstsein mit der Geistigen Welt in Verbindung treten zu können.

In neuerer Zeit übernahmen die Funktion des Vermittlers zwischen den Welten, die Schamanen und Hohepriester als Eingeweihte. Als Eingeweihter konnte man die Ereignisse der sinnlichen in Verbindung mit der geistigen Welt überschauen und das, je nach Schulung, in unvorstellbaren großen Zeiträumen. Das sind heilige Vorgänge, zumal auch das Spirituelle in dieser Geistesschau nicht ausgeschlossen werden kann - treffen wir doch auf diesem Weg auch Engel und höhere Geistige Wesenheiten. Und in seiner tiefsten Bedeutung können wir das in der Überwindung der Angst vor dem eigenen irdischen Tod erleben. Durch diesen geistigen Weg, wenn wir die Schwelle hin zur Sternenwelt übertreten, erleben wir die tiefste Freude und Liebe in uns.  Das steckt hinter diesem Wort Weihenacht. Und es steckt auch darinnen, dass alle Entwicklung von irdischen Leben hin zu geistigem Bewusstsein, beim Menschen beginnt. Es beginnt bei seiner irdischen Geburt, indem wir rückwärts den Tierkreis durchschreiten hin zu seiner zweiten, seiner geistigen Geburt.

 

Im Zeichen der Fische sind wir beim Menschen. Er ist diejenige geistige Wesenheit, die sich ihr höher entwickeltes Ich noch erringen muss. Dieses höhere  Selbst leuchtet als geistige Sonne in uns, in unserem Herzen wenn wir bereit sind uns selbst mit allen Schatten und Lichtem zu begegnen. Erleben wir uns in der von jeglichem Egoismus befreiten Herzensliebe, ist das aus geistiger Sicht die Erinnerung an eine Zeit, als die Sonne noch mit der Erde verbunden war und wir in diesem Licht geistig eingebettet waren. Als sich die Sonne dann trennte von der Erde und es sprichwörtlich Licht wurde im Außen, verdunkelte es sich dadurch in der Seele des Menschen. Seit dem gilt es für den Menschen, sich seinen Seelenraum bei jedem Erdengang aufs Neue zu erobern und zwar nicht nur um seiner selbst willen – es ist auch die Bestimmung der Menschheit. In diesem Aufgerichtet-Sein werden wir zum Hüter des Grals, bis wir uns in wahrer menschlicher Größe aufrichten. In den Mysterien wird der Mensch auch Fischerkönig genannt. In Verbindung mit diesem Sternzeichen stehen die menschlichen Füße – durch den aufrechten Gang unterscheiden wir uns bereits vom Tier und indem er sich aufrichtet, ergießt sich die Ich-Wesenheit in den Menschen.

Affirmation

Gehe in diese Nacht mit dem innigsten Herzenswunsch, dich ganz in dir aufzurichten. 

Nimm dein göttliches Wesen in dir wahr, und versuche es auch in deinen Mitmenschen zu erkennen.

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