Seelenkalender Erklärung

In unserer Seelenstimmung erkennen wir den Jahres- und Lebenslauf. Und im Strom der Jahreszeiten können wir auch das erkennen, was sich in uns bewegt - in unserem Seelenraum. So dehnen wir uns im lichten Höhepunkt der Sommerzeit um Johanni, ganz nach außen und gehen mit unseren Sinnen in Natur und Kosmos gänzlich auf. Beginn dieses Ausdehnens in die Welten hinein, können die ersten lauen Frühjahrs-Winde sein nach dem Winter Genauso richten wir uns auch wieder nach innen, wenn sich draußen die Nebel senken, die Natur mit ihren Leben in Todesschlaf versinkt und die Geisteskräfte der Erde selbst erwachen.

Dann beginnt eine Sonne, in Verbundenheit von irdischem und kosmischen Ich, in uns selbst zu leuchten, um dann, nachdem wir in den Rauhnächten den Sternen-Tierkreis durchschritten haben, schließlich den Höhepunkt des Heiligen in uns im Glanz des Weihnachtsfestes finden können. 

 

Es ist wichtig anzuerkennen, dass sich alles sinnliche und übersinnliche Leben in einem lebendigen Rhythmus bewegt. Wir nehmen etwas wahr für den Moment, nehmen es in seiner Essenz in uns auf und lassen alles Übrige wieder ziehen, auf dass Neues Form annehmen kann. So können wir Verbindungen herstellen zwischen Beginn, dem Ende und wiederum einem Neuanfang, können die Verwandlungen nachempfinden, die sich in den Prozessen unserer Lebensabläufe und in unserer menschlichen Schicksalen offenbaren.

So schreibt Rudolf Steiner:

„In dem folgenden Seelen-Jahres-Kalender wird der Menschengeist in derjenigen Lage gedacht, in welcher er an den Jahreszeiten-Stimmungen von Woche zu Woche das eigene Seelenweben im Bilde an den Eindrücken des Jahreslaufes erfühlen kann. Es ist an einfühlendes Selbsterkennen gedacht. Dieses fühlende Selbsterkennen kann an den angegebenen charakteristischen Wochensätzen den Kreislauf des Seelenlebens als zeitlosen an der Zeit erleben. Ausdrücklich sei gesagt, es ist damit an eine Möglichkeit eines Selbsterkenntnisweges gedacht. Nicht «Vorschriften» nach dem Muster theosophischer Pedanten sollen gegeben werden, sondern vielmehr auf das lebendige Weben der Seele, wie es einmal sein kann, wird hingewiesen.“

 

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