Begriffe A – Z

A


B


C


D


E

Ego (Irdisches Ich)

Emotionalität

Empathie

Erkenntnis

Erschöpfung


F

Freiheit

Freude

G

Gefühle

Gegenwart

Geist

Geistige Welt

Geistige Wesenheit

Glaube


H

Herzens-Denken
Herzens-Wunsch (Aufstellung)
Höheres Selbst

(= Kosmisches Ich)


I

Individualität

Inneres Kind (Aufstellung)

Irdisches Ich (Ego)


J

Jesus, Christus


K

Konditionierung

Konstrukt (Aufstellung)

Kosmos


L

Lebendiges Denken

Lebenskraft

M

Menschenbild

Morphogenetisches Feld

Mutter (Aufstellung)


N

Menschenbild


O

Oberer Seelenbereich

Offenbarung


P

Physischer Leib

Prägung


Q

Quelle allen Seins


R

Religion

S

Schicksal

Seele (Astralleib)

Stellvertreter (Aufstellung)

System (Aufstellung)


T

Tod (irdischer)

Tod (kosmischer)

Trauma

Trauer


U

Unterer Seelenbereich


V

Vater (Aufstellung)

Vergangenheit

Verstand


W

Wahres Ich-Erleben

Wahrheit

Weltbild

Welten

Willenshandlung


Z

Zeit

Zukunft



Anthroposophie

Erkenntnis-Weg (lt. R. Steiner) zur Weisheit (Sophia) über den Menschen (Anthropos). Gemäß der kosmischen Gesetzmäßigkeiten, schließt dieses geistige Wissen über den Menschen gleichzeitig auch seine Entwicklung, zusammen mit der Entwicklung der Erde und des Kosmos und seine Beziehung dazu, mit ein. 

 

Die Herangehensweise, um an dieses Wissen zu gelangen, ist dieselbe, wie sie in der Forschung innerhalb der uns bekannten Wissenschaften zur Anwendung kommt – nämlich durch These, Experiment, Beweis. Der noch bestehende Unterschied ist, gegenüber bspw. bei der Forschung in den Naturwissenschaften, dass neben den sinnlichen Organen auch übersinnliche Wahrnehmung eine tragende Rolle spielt. Deswegen wird sie auch Geisteswissenschaft genannt - und zwar im wörtlichen Sinn, also, die Wissenschaft vom Geistigen. Nicht zu verwechseln mit der üblichen Verwendung des Wortes Geisteswissenschaften, zu denen z.B. die Philosophie, die Anthropologie oder die Mathematik zählen.

 

Ausgangspunkt der Anthroposophie, die auch als spirituelle Wissenschaft bezeichnet werden kann, ist die Dreigliederung (Trychotomie) des Menschen, die in Leib, Seele und Geist beschrieben wird. Der Geist ist hierbei das bedeutendste Wesensglied. Erst durch ihn kann der Mensch sich selbst und anderen Lebewesen gegenüber in seinem gesamten irdisch-kosmischen Schicksal, in das er hineingestellt ist, zu erkennen geben.

 

Da das Geistige immer einen spirituellen Aspekt in sich trägt, kann auch die Kraft des Glaubens wesentlicher Antrieb sein, um zu irdisch-kosmischen Bewusstsein zu gelangen. In die Überzeugung, dass das Geistige der Ursprung allen Lebens ist, wird auch die leblose Materie mit einbezogen. Somit steht die Erkenntnis vom Geistigen niemals gegenüber den auch materiell orientierten oder spirituellen Wissenschaften oder wirkt ihnen entgegen, sondern bildet vielmehr die Basis aller Wissensbereiche zum Leben, Tod und zum übersinnlichen Leben.

 

Astral-Leib (Seele)

Die Seele gehört, neben dem belebten physischen Körper und dem Geist (= Ich-Kraft, zusammen mit dem Höheren Selbst), zu den übersinnlichen Wesensgliedern des Menschen. Sie lässt sich wiederum untergliedern in Empfindungs-Seele, Gemüts- und Verstandes-Seele und Bewusstseins-Seele.

Im Mittelpunkt der Seele wirkt das Ich als eigenständiges Wesensglied. Die Seele kann im weitesten Sinn dem Element der Luft zugeordnet werden.

 

Je nach Bewusstsein in das Geistige hinein, können wir einen unteren und einen oberen Bereich in unserem Seelen-Raum ausmachen. Wirkt das Ich rein in unsere Empfindungen hinein, wo auch unsere Triebe (z.B. Überlebens-Trieb) und Begierden (z.B. Hunger, Fixierung auf Teilaspekte bei sich selbst und im Außen) geweckt werden können, bilden sie, zusammen mit Gemüt und Verstand, den unteren Seelen-Bereich. Hier ist auch unsere unmittelbare Bedürftigkeit angesiedelt, die sich, wenn sie im Kindesalter ungenügend oder gar nicht berücksichtigt wurde, als hinderndes Konstrukt im späteren Erwachsenen-Leben auswirken kann. In solchen Situationen spielt das irdische Ich, unser Ego, die Musik in unserem Seelen-Raum.

Im oberen Spektrum des Seelen-Erlebens, nimmt die Bewusstseins-Seele einen wichtigen Stellenwert in unserem Leben ein. Hier heben wir alle Trennung in uns auf und wir verbinden uns mit anderen Menschen, mit dem Leben gleichermaßen wie mit dem Tod, mit der Welt und mit dem Universum.

>> Hier gibt es eine detaillierte Darstellung des Menschen mit all seinen Wesensgliedern & Entwicklungsstufen.

 

Ätherleib (Lebens- oder Bildekräfteleib)

Er ist das zweitälteste Wesensglied. Ohne ihm wären wir nicht lebensfähig auf der Erde denn er ermöglicht es dem geistig-physischen Leib (unser ältestes Wesensglied) sich das Stoffliche einzugliedern und in seiner Komplexität zu beleben. Alle Lebewesen, Pflanzen, Tiere und eben auch der Mensch, haben einen Ätherleib. Mineralien haben diesen Leib nicht, entgegen mancher landläufigen Meinung in der Esoterik-Szene. Mit den Steinen haben wir Menschen in gleicher Weise nur das Mineralische gemeinsam. Somit gehört der stoffliche Anteil des physischen Leibes zum einzig sinnlichen Anteil in den ansonsten übersinnlichen Leibern des Menschen. Der Lebensleib ist im Wesentlichen dem Element des Wassers zugeordnet.  Die Auswirkungen des Ätherleibes  erfahren wir in den Lebenskräften. Zu den unbewussten Lebenskräften zählen z.B. die der Verdauung, zu den bewussten die Denk-Kraft.

 

Bewusstsein

Wenn wir in einem Erlebnis-Prozess sind, wird dieser durch Erkenntnis abgeschlossen. Betreffen diese Erkenntnisse unsere Lebensthemen, weben sie sich in Form von Bewusstsein in unser Leben. Das kann die heiße Herdplatte aus Kindheitstagen sein aber auch die Bewältigung bestimmter Lebensaufgaben. Die erste prägende Erkenntnis innerhalb eines Menschenlebens ist die Erkenntnis zu sich selbst, hier spüren wir das erste Mal die Bewusstseins-Kräfte zu uns selbst gehörig. Wir brauchen dieses Bewusstsein zu uns selbst durch den Erwachensprozess des Ich, um uns schließlich als eigenständige individuelle Wesenheit zu unserer Umwelt und zur Gemeinschaft in Beziehung setzen zu können.

 

Da wir aber nicht nur Erdenbewohner sind sondern auch in Verbindung stehen zu den übersinnlichen Welten (Astralwelt, Ätherwelt und höhere geistige Welt), können sich unsere Bewusstseins-Prozesse auch in diese Welten hinein ausdehnen. Der Zugang zu diesen Welten in vollem Wachbewusstsein, steht uns jedoch innerhalb der Weltenenwicklung noch bevor. In einem gewissen Grad können wir das in unserer spirituell imaginativen Verbindung mit den Dingen aber auch in der lebendigen Denkkraft ausmachen, bei der Gemüt und Empfindung außen vor bleiben und lediglich eine grundlegende menschliche Empathie vorhanden ist.

Laut dem Weltenplan stehen wir im Zeitalter der Bewusstseins-Seele, was durchaus in den gegenwärtigen geistigen Strömungen und Umwälzungen sichtbar sein kann für den geistig Schauenden.

 

Bewusstseins-Seele

Die Bewusstseins-Seele gehört zum Oberen Bereich unserer Seele, die durch das Ich beeinflusst werden kann. Sie ist somit das übersinnliche Organ des menschlichen Bewusstsein. Wirkt sie in den unteren Bereich der Seele hinein, beziehen wir das Bewusstseins-Erleben auf uns selbst, z.B. wenn wir eine für uns wichtige Lebens-Aufgabe gelöst haben. Erkennen wir aber, bezogen auf dieses Beispiel, unsere Lebens-Aufgaben auch in Verbindung mit unserer Umwelt oder gar mit der gesamten Menschheit und dem Universum, wirkt das ursprünglich seelische Organ als ein rein geistiges Organ. Dieses Organ kann dann als Geist-Selbst (Manas) bezeichnet werden.

 

Bodenanker (Aufstellung)

Wir benutzen Bodenanker in der Aufstellungsarbeit zu zwei, zu dritt oder zu viert, sofern wir, Martina und ich, uns nicht als Stellvertreter zur Verfügung stellen. Bei uns sind das Filzauflagen in zwei verschiedenen Formen (weiblich und männlich) und in mehreren Farben. Die Wirkung in der Resonanz ist praktisch dieselbe, nur mit dem Unterschied, dass keine direkte Interaktion stattfindet wie bei lebenden Stellvertretern. Die Wirkung in der Resonanz wird oft dem so genannten morphogenetischen Feld zugeschrieben, was nur bedingt richtig ist, da wir als individuelle Wesenheiten in diesem geistigen Verbund nicht mehr interagieren. Die eigentliche Wirkung kommt eher durch die eigenen Willenskräfte und manifestiert sich aus der Hingabe zu den eigenen Lebensthemen heraus nach außen hin. Durch Fragen und Hinweise erhalten wir, die wir die Aufstellung leiten, diese besonderen Lebenskräfte aufrecht.

 

Denkkraft, lebendige 

In der Denkkraft aus dem wahrhaftigen Ich-Erleben heraus, sind wir mit der Wirklichkeit verbunden. Hier gibt es keinen Stillstand, alles ist in steter Bewegung und passt sich den Gesetzmäßigkeiten des Sterbens und Werdens an. Selbst Gesetzmäßigkeiten verlieren ihre Gültigkeit wenn die Kräfte, die sie beschreiben, aufgehoben sind. So ist es auch mit den Gegebenheiten in allen Lebensbereichen. Im universellen Lebensbereich nehmen wir es als gegeben hin, dass der Baum im Herbst seine Blätter verliert und bereits den Keim in sich trägt, für sein neues Blätterkleid im Frühling. In unserem persönlichen Lebensbereich schaffen wir eigene Gesetze. Diese bringen wir in Einklang mit den Gesetzen der Gemeinschaft. Nur wenn wir im Einklag stehen von Ich und Wir erleben wir uns GANZ. 

 

Geist

Neben Physischen Körper und Seele in ihrer ursprünglichen Beschaffenheit, ist unser drittes Wesensglied ebenfalls übersinnlicher Natur. Das hängt damit zusammen, dass die kosmische Geburt des Menschen in der Geistigen Welt stattgefunden hat, lange bevor wir den Formzustand des sinnlich Stofflichen erreicht haben. Der Formzustand des mineralisch Festen, der Materie, trat erst viel viel später ein – mit Entstehung der Erde und ihrem Sonnensystem, wie wir es heute kennen.


Der Unterschied zu Körper und Seele ist, dass der Geist zu den Wesensgliedern gehört, der außerhalb von uns Menschen veranlagt ist. Erst mit Hilfe des kosmischen Teils unseres Ich, dem Höheren Selbst, können wir den Geist in uns aufnehmen und durch ihn und mit ihm wirken. Somit steht er in enger Verbindung mit unserem Ich, wo die Denkkräfte, die Gefühle und die Willensimpulse vereint sind.

 

Den Geist für sich zu ergreifen ist also immer die Verbindung zu unserer ursprünglichen Welt, die wir mit unseren physischen Sinnesorganen nicht wahrnehmen können. Um in der Geistigen Welt im vollen Wachbewusstsein wirken zu können, benötigen wir übersinnliche Wahrnehmungsorgane, die wir, mit Hilfe des Geistes, im Laufe eines oder mehrerer Leben entwickeln können.

 

Da die materielle Welt mit ihrem derzeitig sehr ausgeprägten Materialismus nicht nur einen geistigen Ursprung hat sondern der auch menschliche Geist durch sie wirkt - mit allen negativen und positiven Konsequenzen, müssen wir sie in unserem ganzen Mensch-Sein mit einbeziehen. Mensch zu sein bedeutet, die Verbindung  zwischen sinnlicher und übersinnlicher Welt herzustellen und sie in ihrer Einheit weiter mit zu entwickeln.